Können Hunde träumen?

Können Hunde träumen? – Hunde-Freunde.com

Wahrscheinlich hat es jeder schon einmal beobachtet, wenn der Hund im Schlaf jammert, zuckt oder schwer atmet. Wenn er so aktiv ist, mag man ihn aus Sorge aufwecken, doch es ist alles in Ordnung: Er besteht gerade ein Traum-Abenteuer.

Das Gehirn arbeitet auf Hochtouren

Hunde erinnern sich definitiv an Dinge. So ist es folgerichtig, dass sie auch die Fähigkeit zu träumen besitzen, wohl aber nicht in so komplexen Zusammenhängen wie die Menschen es tun. Messungen der Gehirnstromfrequenzen mit EEG-Geräten ergaben bei beiden Versuchsgruppen ähnliche Muster. Das Träumen ist auch bei höheren Wirbeltieren ein normaler Teil der Gehirntätigkeit, um die Funktion des Nervensystems zu gewährleisten. Beginnt der Hund langsam einzuschlafen, atmet er ruhig, tief und regelmäßig. Bei einer mittelgroßen Rasse dauert es ungefähr zwanzig Minuten bis zum Erreichen der Traumphase.

Abwechselnde Schlafphasen

Wie wir Menschen haben auch Hunde einen gegliederten Schlafzyklus. In der sogenannte REM-Phase erschlaffen die Muskeln und Träume ziehen vor dem geistigen Auge vorbei. Sie zeichnet sich durch flache Atmung und schnelle Augenbewegungen aus. Wir wissen, dass Menschen während des REM-Schlafes träumen, bei Hunden ist das ebenso. Die Begegnung mit anderen Hunden, die Eindrücke von Ohren, Augen, Nase und Gehör, eben alle Ereignisse des Tages werden verarbeitet. Aus Beobachtungen geht hervor, dass Hunde in den ersten zwei Lebensjahren wahrscheinlich oft von ihrer Welpenzeit träumen: Sie schmatzen wie am Gesäuge der Mutter und strampeln mit den Pfoten wie beim Milchtritt. Ältere Hunde hingegen sieht man häufig im Schlafe rennen, sie schnappen nach imaginären Bällen oder man vernimmt böses Knurren.

Hunde schlafen anders

Die Traumwelten sind nach Rasse verschieden und genau so vielfältig wie die Hundeleben. Der Deutsche Schäferhund verjagt im Traum wahrscheinlich den Einbrecher, der Jack Russell Terrier dringt in einen Kaninchenbau ein und der Golden Retriever schwimmt im Meer. Untersuchungen ergaben, dass kleine Rassen mehr träumen als große Artgenossen. Träumt der Zwergpudel im Abstand von zehn Minuten, liegen bei einer Deutschen Dogge die Traumphasen eine Stunde auseinander, dauern dafür aber länger. Jedem Traum folgt eine kurze Wachphase. Auf eine Nacht gerechnet kommen bei einem Hund mehr als zwanzig Träume zusammen, bei Menschen vier bis fünf. Die kürzeren Intervalle sind wahrscheinlich ein Erbe der Evolution, als die Vorfahren unserer Hunde noch in Rudeln in ihren Revieren lebten. Es schliefen immer einige, während andere wach waren. So ergab sich eine ununterbrochene Bereitschaft als Schutz vor dem Überraschungsangriff eines feindlichen Rudels. Die heutigen Familienhunde schlafen tiefer, länger und entspannter als ihre Ahnen oder die frei lebenden Straßenhunde – kein Wunder, wenn das Hundebett schön weich und der Futternapf gefüllt ist!

Bild: © Depositphotos.com / vitalytitov

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