Wohlbefinden durch Fellpflege

Wohlbefinden durch Fellpflege – Hunde-Freunde.com

Fellpflege

Die gründliche Fellpflege in ein wichtiger Punkt der Hundehaltung. Da die meisten Vierbeiner gemeinsam mit ihren Familien im Wohnbereich leben, sind regelmäßiges Baden, Bürsten und Trimmen selbstverständlich.

Sauberkeit erhält die Gesundheit aufrecht und sorgt für ein schönes Aussehen und Wohlbefinden. Kämmen und Bürsten bewirkt eine lockere Fellstruktur, wodurch die gute Belüftung der Haut besseren Wärmeaustausch ermöglicht und Hautreizungen, Parasitenbefall oder Ekzemen vorbeugt. Langhaarige Rassen sollten möglichst täglich gebürstet werden, um Verfilzungen vorzubeugen. Bei der Gelegenheit kann der Halter seinen Vierbeiner gleichzeitig auf Zecken und Flöhe kontrollieren. Kurzhaarrassen sind pflegeleichter, abgesehen vom Fellwechsel. Fehlt genügend Angriffsfläche für Kamm oder Bürste, empfiehlt sich ein Pflegehandschuh, der aus dem gleichen Textilgewebe besteht wie eine Kleiderbürste.

Ist ein extra Hundeshampoo nötig?

Wie oft ein Bad nötig ist, hängt vom Hund ab. Bei schmuddeligem Herbstwetter, Schneeklumpen im Fell oder wenn er sich gern sich in der Natur wälzt, helfen nur Wasser und Hundeshampoo, das Fell zu reinigen. In allen anderen Fällen reicht einmal im Monat baden aus. Duschgel oder Haarshampoo für Menschen sollte allerdings nicht für den Hund benutzt werden, da es seine Haut schädigt. Das gilt auch für Babyshampoo. Hundehaut unterscheidet sich durch die Lage und die Anzahl der Talgdrüsen. Sie sind über den ganzen Körper verteilt, um das gesamte Fell und die Haut zu schützen. Wichtigster Unterschied zur menschlichen Haut ist der basische pH-Wert, der den Untersuchungsergebnissen eines großen Futtermittelherstellers zufolge je nach Rasse bei ca. 7,4 bis 8,6 liegt. Das in jedem Menschenshampoo verwendete Laureth-Sulfat entfernt den Talg von Haut und Haar, beim Hund können durch die zu stark austrocknende Wirkung vom Juckreiz bis zu Ekzemen allerlei Hautirritationen ausgelöst werden. Zudem sind enthaltene Duftstoffe dem Hund sehr unangenehm, da es den Eigengeruch überdeckt. Gutes Hundeshampoo ist frei von Formaldehyd, Sodium-Laureth (Laureth-Sulfat, Natrium Lauryl), Phtalat und intensivem Duft (Moschus). Der Rückfettung wegen sind Produkte mit Zusätzen verschiedener Öle und einem pH-Wert zwischen 7 und 8 empfehlenswert. Alternativ kann mit wenigen naturbelassenen Zutaten Hundeshampoo selbst hergestellt werden. Wie´s geht, zeigt unser Bericht.

Trimmen

Damit die Haut genügend atmen kann, muss Rauhhaar grundsätzlich getrimmt werden, da Rassen wie Parson- und Jack Russell Terrier, Rauhaardackel oder Schnauzer keinem Fellwechsel unterliegen. Mit weichem Haarkleid gehören Setter und Spaniel zu den Trimm-Kandidaten. Das Trimmen daher alle drei bis vier Wochen nötig, um abgestorbene Haare samt Wurzel zu entfernen. Das Auszupfen tut nicht weh sondern bringt dem Hund Erleichterung, denn zu dichtes Fell erzeugt Juckreiz und vermehrtes Haaren. Dabei wird auch der Gehöreingang gesäubert, denn Haarbewuchs begünstigt Ohrenentzündungen durch Milben, die in feucht-warmen Milieu der Hängeohren optimale Bedingungen zur Vermehrung finden. Durch alleiniges Bürsten wird nur ein kleiner Teil loser Haare erfasst. Auch das Scheren bringt keine Belüftung, sodass aufgrund des zu engen Bewuchses das einzelne Haar sozusagen erstickt: Es wird dünner, verliert an Glanz und verfilzt schließlich. Demzufolge gehen auch die wasserabweisenden und wärmeisolierenden Eigenschaften verloren, Schmutz setzt sich leichter fest und wegen der langen Trockenzeit entsteht der typische Hundegeruch nach nassen Wollteppichen. Der Hundefriseur erledigt die Behandlung fachmännisch, doch Hundehalter können mit etwas Übung und Anleitung auch selbst lose Haare mit den Fingern herauszupfen oder mit einem Trimm-Messer (in Heimtiermärkten erhältlich) auskämmen.

Bürsten

Alle Hunderassen sollten regelmäßig gebürstet und gekämmt werden. So wird das Fell von abgestorbenen Hautschuppen und Schmutzpartikeln befreit, die Durchblutung und der Kreislauf wird angeregt. Die meisten Hunde genießen das Bürsten und es entwickelt sich so von selbst eine enge Beziehung zum Halter. Um dem Hund eine eventuelle Angst zu nehmen, lässt man ihn vorher an der Bürste schnuppern, um sie kennenzulernen. Hunde, die körperlichen Kontakt gewöhnt sind, halten bereitwilliger still beim Zeckenziehen und sind entspannter zum Tierarzt. Für jede Fellstruktur gibt es passende Kämme, Bürsten und Striegel. Hier lohnt es sich, ein hochwertiges, glatt verarbeitetes Produkt zu kaufen, um das Haar nicht zu beschädigen. Kurzhaar-Rassen besitzen kaum Unterwolle und sind relativ pflegeleicht, doch neigen auch sie zum Haaren. Eine dichte Naturhaarbürste, ein Pflegehandschuh oder ein Massage-Latexstriegel wirken effektiv. Man beginnt mit dem Bürsten an Kopf und Nacken, zuerst in Wuchsrichtung, danach gegen den Strich oder in kreisenden Bewegungen. Zuviel Unterwolle und abgestorbenes Haar wird mit einem engzinkigen Kamm entfernt und zum Abschluss sorgt das Abreiben mit einem Wolltuch oder einem weichen Fenterleder für schönen Glanz. Langhaarige Rassen werden an Beinen, Ohren, unter den Achseln oder an den Rückseiten der Hinterbeine gekämmt, wobei vorsichtig kleine Haarknoten und Kletten entfernt werden. Besonders schonend sind Fellentwirrer, das sind Kämme mit rotierenden Zähnen. Verfilzungen werden mit einem Entfilzer, ein Kamm mit gebogenen, angeschliffenen Zinken, aufgelöst. Körperpartien mit Unterwolle werden am besten mit einer Drahtbürste durchgearbeitet, auch gegen die Wuchsrichtung. Bei langhaarigen Rassen sollte zusätzlich die Behaarung zwischen den Zehenballen mit einer speziellen Pfotenschere gekürzt werden, da sich hier gern Haarknoten bilden. Plötzliches Humpeln erklärt sich meist durch eingetretene Erdklumpen oder Split und Eisklumpen im Winter. Die Fellpflege sollte immer mit Hilfsmitteln, die in der Größe und zum Haarkleid des Hundes passen, durchgeführt werden.

Scheren

Einige Hunderassen tragen eine „Frisur“, die im Hundesalon nach dem jeweiligen Rassestandard erstellt wird. Zuerst mag man dabei an den Pudel denken, doch auch West Highland Terrier, Shi-Tzu oder Yorkshire Terrier verleiht der Haarschnitt ihr typisches Aussehen. Auf Kundenwunsch erhalten die Vierbeiner natürlich auch eine Schur oder einen Schnitt nach eigenem Geschmack, meist mit dem Hintergrund, die tägliche häusliche Pflege zu erleichtern. Ein Friseurbesuch ist vorwiegend bei Rassen mit leicht verfilzendem, feinem Langhaar üblich. Vor einer Terminvereinbarung empfiehlt es sich im Hundesalon nachzufragen, ob der eigene Hund bedient werden kann, da sich viele Betriebe auf die Pflege bestimmer Rassen spezialisiert haben. Fast überflüssig zu bemerken, dass die Behandlung eines frisch gebadeten und gekämmten Hundes natürlich kürzer und vielleicht auch angenehmer für das Tier ausfällt.

Bild: © Depositphotos.com / edu1971

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