Hund und Garten – Hunde-Freunde.com

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Es ist nicht damit getan, einfach eine Hundehütte in den Garten zu stellen. Der Hundehalter muss eine ganze Reihe Vorkehrungen und Überlegungen treffen, die sich sowohl um den Hund als auch um die Gartengestaltung drehen. Schon vor dem Einzug des Hundes ist es empfehlenswert, den Garten abzuchecken. Nicht zu unterschätzen sind auch die Extra-Arbeiten, die ein Hund im Garten verursachen kann.

Bestandsaufnahme und Planung

Es ist nützlich, vom gesamten Gelände einen Übersichtsplan anzufertigen, worauf alle Objekte eingezeichnet sind. Somit hat man besser vor Augen, was geändert und neu angeschafft werden soll. Hat die Sandkiste eine Abdeckung, damit der Hund daran gehindert wird, sein Geschäft dort zu verrichten? Einige Ziersträucher und Blumen sind giftig für Hunde und man sollte sämtliches Fallobst aufsammeln, damit der Hund durch das Fressen blausäurehaltiger Kerne von Äpfeln und Steinobst keine Vergiftung davonträgt. Offene Komposthaufen sollten eine Verkleidung erhalten. Hunde wühlen gern darin, und es kann böse ausgehen, wenn er hier unverträgliche Küchenabfälle wie rohe Zwiebeln oder Kartoffelschalen frisst. Gartenteiche bieten sich an heißen Tagen als willkommene Abkühlung an, doch einige Hunde sehen in blühenden Seerosen oder in den wertvollen Koi-Karpfen hochinteressante Jagdobjekte, die nach dem Erlegen genüsslich zerlegt werden. Hier schafft ein kleines Planschbecken für den Hund Abhilfe.

Grünflächen und Platz für den Hund

Ein geeigneter Standort für die Hundehütte liegt im Halbschatten und bietet dem Hund einen guten Überblick. Er freut sich auch über einen eigenen Buddelplatz, wo er sich so richtig austoben kann. Eine Open Air Hundetoilette hilft, den Rasen sauber zu halten und durch Urin verbrannte Flecken entgegenwirken. Bei neuer Rasensaat wählt man dahin gehend möglichst strapazierfähige Mischungen wie Sportrasen aus. Rasendünger ist für Hundebesitzer tabu, denn Hunde fressen zur Verdauung ab und zu Gras. Ebenso nimmt er das Gift auf, wenn er sein Fell nach dem Spiel auf dem Rasen ableckt. Erbricht sich der Hund und hat Krämpfe, könnte er gekörnten Dünger gefressen haben – das gleiche gilt für Schneckenkorn und Rattengift.

Die Sicherung der Grundstücksgrenzen

Eine Hecke stellt kein Hindernis dar, da Hunde sich leicht hindurchbuddeln. Besser ist ein Zaun, der so hoch sein muss, dass auch Agility-trainierte Hunde nicht hinüberspringen können. Ebenso müssen die Abstände der Sprossen oder Gitterornamente kleiner sein als der Hundekopf, denn wo der Kopf hindurchpasst, geht der ganze Körper hindurch. Die sicherste Lösung ist eine kleine Mauer mit Fundament, worauf der Zaun montiert wird. Maschendraht ist nicht so gut geeignet, da das Material Hundezähnen oft nicht standhält. Ebenso ist ein Blick auf das Gartentor nicht verkehrt: Eine Klinke tauscht man besser gegen einen Drehknopf oder einen Schieber aus, denn schlaue Hunde haben schnell heraus, wie sich die Tür öffnen lässt. Auch der Bodenabstand von Zaun und Tor sollte der Hundegröße entsprechend niedrig sein. Nicht nur zur Straße hin, sondern auch die Grenze zum Nachbarn sollte entsprechend gesichert werden. Die regelmäßige Kontrolle und Reparatur aller Einzäunungen verhindert somit ein Entwischen des Vierbeiners.

Was sonst noch auf den Hundehalter zukommt

Eine perfekt dekorierte Grünanlage mit englischem Rasen und Blumenrabatten wird für Hundebesitzer wohl ein Traum bleiben. Dafür genießen Familien mit Hund ihre wohlverdiente Freizeit in einem zweckmäßig gestalteten Garten. Doch auch einige Extra-Arbeiten fallen an, was ein Grund ist, sich die Anschaffung eines Hundes genau zu überlegen. Beispielsweise kann es der Hund als Aufforderung zu einem Suchspielchen verstehen, die von Herrchen oder Frauchen gesetzten Blumenzwiebeln wieder auszugraben. Oder er schüttelt sein sandiges, nasses Fell auf der frisch geputzten Terrasse aus und macht es sich danach im Haus auf dem Wohnzimmerteppich gemütlich. Das Aufsammeln von Häufchen wird Hundehaltern mit Garten ebenso schnell zur Routine wie das Nachsäen von Rasen und das Beseitigen der gebuddelten Ausbruchsversuche unter dem Zaun. Wer sich letztendlich schon vor dem Hundekauf über das Bewegungsbedürfnis und die Verhaltensweisen der Rasse eingehend informiert, kann in einem hundegerecht gestalteten Garten eine schöne und weitgehend stressfreie Zeit verbringen.

Bild: © Depositphotos.com / CraterValley

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